Dokumentarfilm – Die kleine graue Wolke

von Sabine Marina

Ich war sehr skeptisch, als ich von dem Film hörte. Vielleicht deswegen auch um so mehr, sehr positiv überrascht.
In dem Film setzt sich die Regisseurin, Drehbuchautorin und Hauptdarstellerin Sabine Marina mir ihrer Erstdiagnose der Multiplen Sklerose auseinander. Sie versteht es wunderbar ihre eigene persönliche Geschichte zu erzählen und diese gleichzeitig mit den „1000“ Gesichtern dieser Erkrankung zu verweben. Dabei tanzt sie geschickt zwischen dem teils emotionalen Selbstempfinden und der eigenen Auseinandersetzung mit der Erkrankung, dem sachlich klinischen Part und den breitgefächerten Erkrankungsgeschichten, die die Multiple Sklerose zu bieten hat. Dabei bleibt sie sachlich und ohne Dramatisierung des Themas, aber doch emotional nah genug um ein Verstehen und die Schwierigkeiten dieser Erkrankung zu schildern. Und trotz allem, bleibt der Film kurzweilig und eine, nämlich Sabine Marina’s persönliche Geschichte.
Von mir ein Riesenkompliment an Sabine Marina und eine unbedingte Empfehlung, an alle die sich für die Erkrankung der Multiplen Sklerose interessieren. „Alte Hasen“ werden sich sicher wiederfinden, „Erstdiagonstizierte“ bekommen einen Einblick und interessante Denkanstöße, sich mit ihrer Diagnose auseinander zu setzen. Angehörige und Freunde können Einblicke gewinnen, die Teils nur schwer zu beschreiben sind und rein Interessierte werden ebenso auf ihre Kosten kommen.

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